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Rückblick auf den Festakt am 05.10.2011

Die Festveranstaltung anlässlich der neuen Namensgebung "Sabine-Ball-Schule" stand unter dem Motto „Gottes Liebe darf hier weiterleben“ und "Begegnung - Bewegung - Veränderung".

Leiter von stoffwechsel e.V., Dresden

Festakt am 05.10.2011


Die Veranstaltung in der Kapelle des Schulzentrums Marienhöhe anlässlich der neuen Namensgebung (Sabine-Ball-Schule) war ein gelungenes Fest.

 

Ralf Knauthe, Leiter von stoffwechsel e.V., Dresden sprach sehr eindrücklich über seinen persönlichen Kontakt zu Sabine Ball in den letzten 16 Jahren.

 

 

 

 

 

Darmstädter Echo am 07.10.2011

 

Umbenennung: Freie Christliche Schule Darmstadt heißt nun Sabine-Ball-Schule – „Gottes Liebe darf hier weiterleben“

Viele Blumenkinder in poppigen Kleidern stehen auf der Bühne, warten geduldig auf ihren Einsatz. Mittwochabend feiern Lehrer, Schüler, Eltern und Freunde der Freien Christlichen Schule Darmstadt (FCSD) in der Kapelle des Schulzentrums Marienhöhe den neuen Namen, auf den die staatlich anerkannte Einrichtung nun hört: Sabine-Ball-Schule.
Immer wieder habe der vorherige Name zu Missverständnissen geführt, so Schulleiter Thomas Ehrhard. Man sei oft in einer falschen Schublade gelandet: Überkonfessionell sei mit freireligiös verwechselt worden. „Mit der Namenspatronin wollen wir das Profil unserer Schule schärfen“, sagt Ehrhard. Doch, das betont dessen Stellvertreter Olaf Katzwinkel, „wir wollen keinen Personenkult betreiben“, sondern das an die Schüler weitergeben, was die Evangelistin und Betreiberin sozialer Projekte, Sabine Ball, bewegt und gelebt hat. Katzwinkel: „Gottes Liebe darf hier weiterleben.“
Beeindruckend wird an diesem Abend die Lebensgeschichte der 1925 in Königsberg (Preußen) als Sabine Koritke Geborenen geschildert. Hierzu tragen vor allem die authentischen Erzählungen Ralf Knauthes bei, der von 1993 bis zu ihrem Tod 2009 eng mit Sabine Ball zusammenarbeitete. Stets ist von ihrer menschlichen Wärme und Offenheit die Rede, mit der sie Obdachlosen, Sterbenden, Drogenabhängigen und Misshandelnden begegnete.

Die geistliche Mutter fand, dass der Wert des Menschen nicht in der Leistung liege, die er erbringe, sondern in dem, was Gott in ihn hinein gelegt hat. In kurzen Episoden spielen die Blumenkinder Lebensstationen nach: Man erfährt von der Reise in die Vereinigten Staaten als Vierundzwanzigjährige, über die Heirat mit dem Sohn eines Multimillionärs, Clifford Ball, und von der Scheidung nach zehn Jahren aufgrund der Alkoholprobleme des Gatten.
Ball ließ den Reichtum hinter sich, suchte als Alleinerziehende zweier Söhne den Anschluss zur Künstlerszene, lud auf ihr 1968 erworbenes Grundstück „The Land“ Hippies und Drogenabhängige ein, mit ihr zu leben. Im Zuge der Jesus-Bewegung wurde sie 1971 überzeugte Christin und setzte sich seitdem karikativ für Jugendliche ein.
Während eines missionarischen Einsatzes beschloss sie, in Dresden-Neustadt zu bleiben, um die Not der Kinder und Jugendlichen in der Wendezeit zu lindern. 1993 baute sie das Café Stoffwechsel samt Secondhandladen und zwei Häusern für betreutes Wohnen auf. Für ihr außergewöhnliches soziales Engagement erhielt sie den Förderpreis der Plansecur-Stiftung „Von Herzen zugeneigt“, zudem war sie Botschafterin für Plakatkampagne „Alter schafft Neues“ des Bundesfamilienministeriums.
Als Namenspatronin sei Sabine Ball ein Bindeglied zwischen den Generationen. Nach ihrem leuchtenden Beispiel will die Darmstädter Schule vor allem auch diakonisches Engagement fest in ihrem Programm verankern.

(Quelle: Darmstädter Echo)